Mittelrheinkirschen –
Ein Projekt der ländlichen Bodenordnung Rheinland-Pfalz

Rheinromantik, rebbewachsene Steilhänge, überragt von sagenumwobenen Burgen – das klassische Bild des UNESCO-Welterbegebietes Oberes Mittelrheintal. Bei genauerem Hinsehen präsentiert sich die Jahrtausende alte Kulturlandschaft als kleinräumiges Mosaik unterschiedlichster Lebensraumtypen, die eine Vielfalt oft bedrohter Wildarten von Pflanzen und Tieren beherbergen.

Die einzigartige Landschaft birgt einen weiteren Schatz unter den Nutzpflanzen: Eine bunte Vielfalt alter Kirschsorten, einst als Nachfolgekultur des Weinbaus im 19. Jahrhundert entstanden, ein Feuerwerk an Farben, Formen und Geschmäckern. An die hundert verschiedene Kirschsortennamen kursieren in alter Literatur, einige davon sind in ihrer Verbreitung nur auf die Mittelrheinregion beschränkt. Heute sucht man diese Namen vergeblich in Supermärkten und an den Straßenverkaufsständen. Viele Sorten sind in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten und können, obwohl oft geschmacklich hervorragend, in Fruchtgröße und Ertrag nicht mit modernen Sorten mithalten. Sie werden nicht mehr nachgefragt, die alten Bäume gerodet und die Perlen des Mittelrheines verschwinden aus der Landschaft.

Die Ländliche Bodenordnung Rheinland-Pfalz leistet mit ihrem Projekt Mittelrheinkirsche einen nachhaltigen Beitrag für den Erhalt und die Weiterentwicklung der unverwechselbaren Kulturlandschaft am Mittelrhein.

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